Bove1

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BoveJunggeselleCoverEin Junggeselle. Roman
[1932]
Aus dem Französischen von Georges Hausemer
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-571-9
ISBN mobi: 978-3-86034-671-6
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Ins sonnenbeschienene Nizza hat sich Albert Guittard zurückgezogen, um die Freuden des Ruhestands, die Liebe und die Künste, zu genießen. Eines nur steht ihm im Wege: er selbst. Als eine Art Woody Allen der späten zwanziger Jahre, als stets unzufriedener Neurotiker nämlich, ist er an den Stätten des gepflegten Müßiggangs durchaus nicht in seinem Element. Schnell wird ihm denn auch das gesellschaftliche Parkett galanter Causerie und amouröser Unverbindlichkeiten zur gefährlichen Rutschbahn. Im verzweifelten Bemühen um leichtfüßige Souveränität schlittert Guittard von peinlicher zu noch peinlicherer Situation und verwickelt dabei einen Reigen angebeteter – und austauschbarer – Damen in einen wilden Eiertanz.
Mit erzählerischer Raffinesse und »unvergleichlichem Sinn für die Metamorphosen des Gemüts« (Süddeutsche Zeitung) zeichnet Emmanuel Bove das Bild eines an grotesker Fehleinschätzung seiner selbst leidenden Mannes.

»Bove ist ein grausamer Erzähler. Seine unbarmherzigen Charakterstudien beziehen ihre Dynamik aus dem Gefälle zwischen dem Bild, das sich die Helden von sich selbst machen, und dem, das der Erzähler von ihnen gibt. Verbunden mit dem genauen, nüchternen Blick auf die Umgebung der Helden, entsteht dabei in allen Büchern ein so präzises Geflecht alltäglichen Erlebens, dass sich darin auch noch unsere heutigen Erfahrungen verfangen.« (Michael Althen in der Süddeutschen Zeitung vom 13. November 1990)

Der Übersetzer
Georges Hausemer, 1957 in Differdingen (Luxemburg) geboren, pendelt als Schriftsteller, Übersetzer und Zeichner zwischen Luxemburg, einem Dorf in der Nordeifel und San Sebastián. Neben Romanen, Erzählungen, Reisereportagen und Büchern zu kulinarischen Themen liegen zahlreiche Übersetzungen aus dem Französischen, Englischen und Spanischen ins Deutsche und Luxemburgische von ihm vor, u. a. Werke von Brigitte Aubert, Emmanuel Bove, Emmanuel Carrère, Régine Deforges, Régine Detambel, Maxence Fermine, Felicitas Hoppe und B. J. Novak.
 

BoveSchuldCoverSchuld. Roman
[1932, geschrieben 1930]
Aus dem Französischen von Thomas Laux
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-708-9
ISBN mobi: 978-3-86034-808-6
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Sie sind ein junges, gewiss auch seltsames Paar, Pierre Changarnier und seine Freundin Violette. Changarnier lebt in einem schäbigen Hotelzimmer und ist arm, doch weiß er auch, dass in seinen vier Wänden nichts passieren wird, was seine Situation verändern könnte. Also macht er sich zusammen mit Violette auf, »dem Glück entgegenzugehen, da es nun mal nicht zu uns kommt«. Ihr Streifzug durchs nächtliche verschneite Paris verläuft aber anders als gedacht. Als sich ein kleiner Mann an ihre Fersen heftet und Changarnier ihn nicht abschütteln kann, kommt es zu einem Gewaltausbruch. Der Mann fällt zu Boden, und Changarnier glaubt, ihn umgebracht zu haben …

»Gewohnt souverän hat Laux auch diesen Bove verdeutscht. ›Schuld‹ ist fast ein Bove-Konzentrat, geeignet für Bove-Anfänger, obligatorisch für Bove-Liebhaber.« (Steffen Richter, Neue Zürcher Zeitung)

Der Übersetzer
Thomas Laux, geboren 1955 in Düsseldorf. Studium der Germanistik und Romanistik, Staatsexamen, Promotion 1987 in Romanistik. Literaturkritiker und Übersetzer aus dem Französischen (u. a. Bove, Henri Thomas, Hervé Guibert, Jacques Chauviré).
 

BoveLetzteNachtCoverDie letzte Nacht. Roman
[1933, geschrieben 1927]
Aus dem Französischen von Thomas Laux
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-701-0
ISBN mobi: 978-3-86034-801-7
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Arnold ist ein junger Mann Anfang zwanzig, der glaubt, einen Mann umgebracht zu haben. Seine ganze Sorge besteht nun darin, eine gute Tat zu begehen, um das vormalige Verbrechen zu sühnen. Doch wohin er auch geht und was er auch unternimmt, stets wird sein Vorhaben durch das Unverständnis oder die Eigennützigkeit der anderen durchkreuzt. So wird er bezichtigt, das Geld, das er einer trauernden Familie spenden will, selbst gestohlen zu haben. Man findet sich auf einem Kommissariat ein. Arnold, der verzweifelt nach einem Freund sucht, dem er sich anvertrauen kann, findet ihn groteskerweise erst im Polizeiinspektor Bugeaud, der es rhetorisch geschickt versteht, Arnold eine letzte Falle zu stellen.

»Der Victor Bâton aus ›Meine Freunde‹ kehrt hier als Arnold wieder, nur dass seine Tragödie jetzt ins Lächerliche gekehrt ist.« (Willi Winkler in Die Zeit vom 15. Juli 1988)

Der Übersetzer
Thomas Laux
 

BoveMordCoverDer Mord an Suzy Pommier. Kriminalroman
[1933]
Aus dem Französischen von Barbara Heber-Schärer
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-573-3
ISBN mobi: 978-3-86034-673-0
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In Emmanuel Boves umfangreichem literarischen Werk finden sich auch zwei Kriminalromane, »die zweifellos an das spätere Werk von Georges Simenon heranreichen« (Neue Zürcher Zeitung) – »Der Mord an Suzy Pommier« (1933) ist einer von ihnen.
Suzy Pommier, eine gefeierte Schauspielerin, wird nach der Premiere ihres neuen Films erdrosselt in ihrer Badewanne aufgefunden – in genau derselben Stellung, in der ihr Mörder sie auch im Film zurückließ. Erst steht der Freund von Suzy Pommier, dann der Filmdarsteller des Liebhabers unter dringendem Tatverdacht, bis der junge ehrgeizige Inspektor Hector Mancelle, der jede kleinste Geste, jedes Wimpernzucken registriert und sich mit schnellen Lösungen nicht zufriedengibt, die wahre Inszenierung dieses Mordes durchschaut.
Obwohl dieser Kriminalroman der klassischen Dramaturgie seines Genres folgt, trägt er doch unverkennbar die Handschrift seines Autors. Die Diskrepanz zwischen dem Selbstanspruch der Bove’schen Figuren und ihrer Wirklichkeit – Grundkonflikt vieler seiner Romane – ist auch hier das Movens des Handelns, setzt das tödliche Scheitern in Gang.

»Mir ist nichts Schnöderes und nichts Platteres bekannt als dieser Roman. Dazu muss man natürlich wissen, dass Monsieur Bove russischer Abstammung ist. Er hat stumme Gesichtszüge und einen glanzlosen Blick. Er redet nicht. Er lacht nicht. Er macht kaum eine Bewegung. Man weiß nicht, wenn man ihn sieht, ob er verzweifelt ist oder nur verblödet. Vielleicht ist es auch eine kalkulierte Haltung, aber das glaube ich nicht. Jedenfalls kann einen das stutzig machen.« (Alain Laubreaux in La Dépêche vom 16. Mai 1933)

Die Übersetzerin
Barbara Heber-Schärer, geb. 1945, studierte Romanistik und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Seit 1994 Lektorin und Literaturübersetzerin, gelegentlich auch Autorin. Sie übersetzte u. a. Werke von Leslie Kaplan, Paul Ricœur und Michèle Desbordes, zuletzt (zusammen mit Claudia Steinitz) »Der patagonische Hase« von Claude Lanzmann. Barbara Heber-Schärer lebt in Basel.
 

BoveStiefsohnCoverDer Stiefsohn. Roman
[1934]
Aus dem Französischen von Gabriela Zehnder
Edition diá, Berlin
7,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-581-8
ISBN mobi: 978-3-86034-681-5
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In dem Roman »Der Stiefsohn« wird Schritt um Schritt das Innere eines Einzelgängers nach außen gekehrt, es ist der wohl autobiographischste des Autors, eine Art Selbstentblößung. Jean-Noël, schon der Klang dieses Vornamens erinnert an Emmanuel, Jean-Noël Œtlinger ist der Stiefsohn, von dem man nach und nach – wie von einem verborgenen Beobachter beschrieben – immer mehr erfährt. Im Zwiespalt zwischen pathologischer Idealisierung der Stiefmutter und befremdlicher Distanz zur leiblichen Mutter, bis hin zur Verleugnung, zeigt sich der Held des Romans, der dem Leser über eine entscheidende Lebensspanne von fast dreißig Jahren begegnet, als bindungssüchtig und zugleich bindungsunfähig. Ständig bemüht, mehr zu scheinen als zu sein, ständig bemüht, einer Welt zugeordnet zu sein, zu der er eigentlich nicht gehört, ständig begierig, den moralischen und geistigen Anforderungen der Stiefmutter Annie zu genügen, entfaltet sich der entscheidende Lebensabschnitt eines Mannes, der um seiner Eigenliebe, seiner Gefallsucht willen fast alles an menschlicher Bindung opfert, der eine hohe Kunst der Selbstverleugnung zelebriert. Immer tiefer wird man in den ganz eigenen Kosmos Bove’scher Unentrinnbarkeit gezogen, immer gebannter folgt man dem unsteten Leben zwischen großbürgerlichem Wohnambiente am Boulevard du Montparnasse und spießiger Vorstadtwelt, zwischen Pariser Hotelzimmern und Hinterhofambiente. Eindringlich entfalten sich Charaktere, offenbaren sich Seelenlandschaften. Der Schlüsselroman eines großen europäischen Schriftstellers.

»Bove spinnt ein kompliziertes Netz aus Abhängigkeiten und beobachtet aus großer Distanz, wie seine Figuren sich immer tiefer ins Lächerliche verstricken.« (Eva Simon in Spiegel Special 4/2002)

Die Übersetzerin
Gabriela Zehnder, geboren 1955, ist freiberufliche literarische Übersetzerin aus dem Französischen und Italienischen und lebt in der italienischen Schweiz. Sie übersetzte Autoren wie Ignacio Ramonet, Jean-Luc Benoziglio, Muriel Barbery, René Laporte, Adrien Pasquali, Etienne Barilier, Giuliana Pelli Grandini, Corinna Bille u. a.
 

BoveAhnungCoverDie Ahnung. Roman
[1935]
Aus dem Französischen von Thomas Laux
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-703-4
ISBN mobi: 978-3-86034-803-1
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»Ein echter Emmanuel Bove ist ›Die Ahnung‹, einer der kleinen Er-Romane, wie ›Ein Junggeselle‹ oder ›Menschen ohne Masken‹, in denen Bove mit Vorliebe und in satirischer Absicht Selbstbild und Fremdwahrnehmung kontrastiert hat. ›Die Ahnung‹ freilich ist von ernsterem Zuschnitt. Charles Benesteau, ein gutsituierter Anwalt um die fünfzig, beendet von einem Tag auf den anderen seine bürgerliche Existenz, verlässt seinen ›Platz unter den Menschen‹ und zieht in eine Bove'sche Behausung. Bald sieht er sich nicht allein der Verständnislosigkeit seiner Familie, sondern auch dem gestaltlosen Hass seiner neuen Mitbewohner ausgesetzt. Denn die Motive für seinen freiwilligen sozialen Abstieg sind allen unverständlich. Ein feines Kammerstück über den plötzlichen Umschlag der Gefühle und die Genese des Misstrauens: eine Studie in bove.
Dieses kleine Buch brachte ihm hervorragende Kritiken; verkauft wurden freilich nur 500 Exemplare. Als es erschien, gehörte Bove zu den anerkanntesten Schriftstellern Frankreichs.« (Andreas Nentwich, Die Zeit vom 22. März 1996)

»Nichts von dem, was ich von Bove bislang gelesen habe, hat mich so zufriedengestellt wie ›Le pressentiment‹. Bove besitzt die seltene Qualität, als Romancier geboren zu sein.« (Edmond Jaloux in Nouvelles Littéraires vom 16. November 1935)

Der Übersetzer
Thomas Laux
 

BoveColetteCoverColette Salmand. Roman
[geschrieben 1936, erschienen 1999 posthum]
Aus dem Französischen von Barbara Heber-Schärer
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub 978-3-86034-672-3
ISBN mobi 978-3-86034-680-8
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1917. Die einundzwanzigjährige Colette, die in Paris lebt, erhält eines Tages einen merkwürdig dringlichen Brief aus Genf: Jacques, ihr Freund, bittet sie, zu ihm in die Schweiz zu kommen. Erst nach monatelangem Zusammenleben gesteht Jacques sein dunkles Geheimnis. Aber Colettes Hingabe und ihre Bereitschaft, den schwermütigen und unberechenbaren jungen Mann vorbehaltlos zu lieben, scheinen unermesslich.
Emmanuel Boves im Nachlass entdeckte Geschichte der sich verzehrenden Liebe zu einem Mörder.

»Dass der Weg dahin so leise wie folgerichtig entworfen ist, so unaufgeregt wie bedrückend, macht die große Faszination dieses Romans aus.« (Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Die Übersetzerin
Barbara Heber-Schärer
 

BoveAussenseiterCoverEin Außenseiter. Roman
[geschrieben 1938–1939, erschienen 1987 posthum]
Aus dem Französischen von Dirk Hemjeoltmanns
Edition diá, Berlin
7,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-574-0
ISBN mobi: 978-3-86034-674-7
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»Ein Außenseiter« liest sich wie ein autobiographischer Text dieses virtuosen Zeichendeuters der französischen Moderne. Augenblicklich taucht man in eine fast kafkaeske Situation ein, die unerklärlich bedrohlich wirkt. Der Ich-Erzähler lebt isoliert in einem Hotelzimmer im Pariser Quartier Latin, seine materiellen Mittel sind begrenzt, aber ihre Herkunft scheint zwielichtig. Es gibt eine merkwürdige, fast mysteriöse Verbindung zu einem Arzt, dem alle Attribute eines Wohltäters anhaften. Ein gemeinsames Essen löst eine plötzliche Katastrophe für den Ich-Erzähler aus. Doch der Leser spürt ein unausgesprochenes Ereignis, eine unerhörte Begebenheit im Hintergrund, die diese Bedrohung erklären muss. In einer Rückblende eines Film noir führt der Autor in die wirklichen Zusammenhänge eines Lebens ein, das alles zuvor Erzählte in einem anderen Licht erscheinen lässt, das Leben eines hoffnungslosen Pessimisten, eines Außenseiters, dessen Verhalten den Normen nicht entspricht und der daher ungewollt und unberechtigt in Ächtung gerät. Sparsam im Ton, von Anbeginn spannungsgeladen entfaltet Bove ein tiefgründiges Nachdenken über das Leben eines Außenseiters, über sein eigenes Leben.

»Handelt es sich um eine Autobiographie (oder so etwas Ähnliches)? Man könnte es meinen bei dem einen oder anderen Tonfall, der einen mitunter rührt. Es geht immer um denselben Helden Boves und immer um dieselbe Geschichte. […] Das ist vielleicht nicht allererste Qualität, aber es ist mehr als jemals sonst Bove’sche Qualität.« (Aus dem Ablehnungsschreiben der Éditions Gallimard, 1939)

Der Übersetzer
Dirk Hemjeoltmanns, 1945 in Gotha geboren, Gründer des manholt verlags mit Schwerpunkt französische Literatur (darunter fünf Übersetzungen von Romanen Emmanuel Boves) und Herausgeber der edition manholt im dtv. Zahlreiche Übersetzungen aus dem Französischen. Dirk Hemjeoltmanns lebt in Bremen.
 

BoveMannCoverEin Mann, der wusste. Roman
[geschrieben 1942, erschienen 1985 posthum]
Aus dem Französischen von Gabriela Zehnder
Edition diá, Berlin
7,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-578-8
ISBN mobi: 978-3-86034-678-5
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Maurice Lesca wohnt mit seiner Schwester Emily in einer kleinen Wohnung an der Rue de Rivoli in Paris. Einst war er Arzt ohne Berufung, heute geht er keiner Beschäftigung mehr nach. Er ist arm und lebt von den gelegentlichen Zuwendungen einiger großzügiger Bekannter aus früheren Zeiten. Was hat es mit seiner jämmerlichen Untüchtigkeit und seiner unbeholfenen Art auf sich, die er im Umgang mit seiner Schwester etwa oder mit Madame Male, die er regelmäßig in ihrem Buchladen besucht, so meisterhaft einzusetzen versteht? Geld ist ihm gleichgültig. Behauptet er. Und doch spinnt sich das ganze Geschehen um eine Intrige – oder ist es doch keine Intrige? –, bei der Geld im Spiel ist. Was geht hier vor? Wer ist Maurice Lesca?

»Der Schriftsteller als Stoffsammler im eigenen Leben.« (Manuela Reichart in der Berliner Zeitung vom 9. Januar 1999)

Die Übersetzerin
Gabriela Zehnder
 

BoveFluchtNachtCoverFlucht in der Nacht. Roman
[1945, geschrieben 1942–1944]
Aus dem Französischen von Thomas Laux
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-704-1
ISBN mobi: 978-3-86034-804-8
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»Flucht in der Nacht« und »Einstellung des Verfahrens« sind so etwas wie das literarische Vermächtnis von Emmanuel Bove, abgefasst zwischen 1942 und 1944 im Exil in Algier. Die beiden Romane schließen inhaltlich aneinander an, und beide spielen vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs: Der Ich-Erzähler aus »Flucht in der Nacht« bricht mit einem Dutzend Kameraden aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager aus und schlägt sich, zuletzt nur noch mit einem Gefährten, bis nach Frankreich durch. Doch auch nach seiner Rückkehr ins besetzte Paris, an den Hauptschauplatz von »Einstellung des Verfahrens«, kommt der Bove’sche Antiheld nicht zur Ruhe. Seine persönliche Tragödie wird zur Groteske: Hin und her gerissen zwischen heroischen Anwandlungen und Paranoia, dem Wunsch nach Einsamkeit und der Unfähigkeit dazu, lähmender Entschlusslosigkeit und panischer Aktivität, Hilflosigkeit und maßlosen Ansprüchen, ist er mit seinem Drang nach Freiheit und Sicherheit – obwohl ihm die Flucht nach Spanien gelingt – letztlich zum Scheitern verurteilt.
Emmanuel Bove, für seine gleichsam chirurgische stilistische Präzision von der Kritik hoch gerühmt, schildert diesen menschlichen Niedergang ungeschönt subjektiv als ein Scheitern nicht nur an der Welt, sondern vor allem an sich selbst.

»Ich weiß: das Wort ›groß‹ ist einem Schriftsteller sehr selten angemessen und oft schon gar nicht den sogenannten ›großen‹ Schriftstellern. Aber Bove ist groß.« (Peter Handke am 10. Januar 1994)

Der Übersetzer
Thomas Laux
 

BoveEinstellungCoverEinstellung des Verfahrens. Roman
[geschrieben 1942–1944, erschienen 1946 posthum]
Aus dem Französischen von Thomas Laux
Edition diá, Berlin
7,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-705-8
ISBN mobi: 978-3-86034-805-5
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»Flucht in der Nacht« und »Einstellung des Verfahrens« sind so etwas wie das literarische Vermächtnis von Emmanuel Bove, abgefasst zwischen 1942 und 1944 im Exil in Algier. Die beiden Romane schließen inhaltlich aneinander an, und beide spielen vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs: Der Ich-Erzähler aus »Flucht in der Nacht« bricht mit einem Dutzend Kameraden aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager aus und schlägt sich, zuletzt nur noch mit einem Gefährten, bis nach Frankreich durch. Doch auch nach seiner Rückkehr ins besetzte Paris, an den Hauptschauplatz von »Einstellung des Verfahrens«, kommt der Bove’sche Antiheld nicht zur Ruhe. Seine persönliche Tragödie wird zur Groteske: Hin und her gerissen zwischen heroischen Anwandlungen und Paranoia, dem Wunsch nach Einsamkeit und der Unfähigkeit dazu, lähmender Entschlusslosigkeit und panischer Aktivität, Hilflosigkeit und maßlosen Ansprüchen, ist er mit seinem Drang nach Freiheit und Sicherheit – obwohl ihm die Flucht nach Spanien gelingt – letztlich zum Scheitern verurteilt.
Emmanuel Bove, für seine gleichsam chirurgische stilistische Präzision von der Kritik hoch gerühmt, schildert diesen menschlichen Niedergang ungeschönt subjektiv als ein Scheitern nicht nur an der Welt, sondern vor allem an sich selbst.

»Boves Figuren sind Sonderlinge. Sie träumen davon, unentdeckt zu bleiben und doch verstanden zu werden.« (Ralf Konersmann in der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. Mai 1996)

Der Übersetzer
Thomas Laux
 

BoveFalleDie Falle. Roman
[1945, geschrieben 19441945]
Aus dem Französischen von Bernd Schwibs
Suhrkamp Verlag, Berlin
6,99 €
ISBN  978-3-518-74158-0
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Während der Jahre der Besetzung und des Vichy-Regimes in Frankreich gerät der Gaullist und Widerständler Joseph Bridet, ein wenig erfolgreicher Journalist, der mit Hilfe seiner Freunde in Vichy zu de Gaulle nach London gelangen will, aus ungeklärten Gründen in die Fänge der Kollaborationsbürokratie. Auch die fluchtartige Rückkehr nach Paris rettet ihn nicht, er wird verhaftet und in ein Internierungslager eingewiesen, aus dem heraus die Deutschen Geiseln für ihre »Vergeltungsmaßnahmen« abtransportieren. Die Falle schnappt zu.
 

BoveBiografieCoverEmmanuel Bove. Eine Biographie
von Raymond Cousse und Jean-Luc Bitton

Aus dem Französischen von Thomas Laux. Mit einem Vorwort von Peter Handke
Edition diá, Berlin
7,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-709-6
ISBN mobi: 978-3-86034-809-3
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Emmanuel Bove ist ein unerklärlicher Mythos: Zu Lebzeiten ein anerkannter, gefeierter Literat, wurde er nach seinem Tod 1945 schnell vergessen. Erst in den siebziger Jahren kam es zu einer Renaissance, im deutschsprachigen Raum durch die Übersetzungen von Peter Handke: »Meine Freunde«, »Armand« und »Bécon-les-Bruyères«.
Emmanuel Bove wird am 20. April 1898 in Paris geboren, seine Kindheit und Jugend sind gekennzeichnet von großer Armut. Nach dreijähriger Militärzeit heiratet er die Lehrerin Suzanne Valois und lebt vorübergehend wegen des günstigen Wechselkurses in Österreich. Hier beginnt er zu schreiben. Mit seinem Erstling »Meine Freunde« wird er sogleich bekannt. Dennoch kann er die Fesseln seiner Kindheit nicht abstreifen. Seine Helden sind stets »antriebsschwache Eigenbrötler, die ihre Tage in ärmlichen Zimmern oder auf den Boulevards von Paris verrinnen lassen, in mehr oder weniger optimistischer Erwartung einer Wende, die ihnen zu Glück und Ansehen verhelfen soll«, so Andreas Nentwich in der Zeit.
Der unerklärliche Mythos, der um Bove entstanden war, bildet den Ausgangspunkt für das biographische Unternehmen von Raymond Cousse, dessen Pionierarbeit von Jean-Luc Bitton nach dessen Tod abgeschlossen wurde. Nach mehr als zehn Jahren minutiöser Recherchen gelingt es, den Schleier um Emmanuel Bove und sein Werk zu lüften.

Die Autoren
Raymound Cousse, geboren 1942 in Saint-Germain-en-Laye, war Schriftsteller und Theaterregisseur. 1991, noch mitten in der Arbeit an dieser Biographie, setzte er seinem Leben überraschend ein Ende.
Jean-Luc Bitton, geboren 1959 in Lyon, lebt in Paris und arbeitet schwerpunktmäßig in den Bereichen Film, Video und Medien.

Der Übersetzer
Thomas Laux
 

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