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»In jüngerer Zeit kümmert sich der kleine Berliner Verlag Edition diá nachhaltig um das Werk des Franzosen; stolze 21 Titel bietet er als E-Book an. Der Erzählungsband ›Geschichte eines Wahnsinnigen‹, der 1928 erstmals erschien und sieben von Boves besten Texten vereint, erweist den Autor, den wir gern mit Kafka und Beckett in Verbindung bringen, als exemplarischen Vertreter der Moderne.« (Manfred Papst in der Neuen Zürcher Zeitung)
 

BoveWahnsinnigerCoverGeschichte eines Wahnsinnigen. Erzählungen
[1928, begonnen 1922]
Aus dem Französischen von Martin Zingg
Edition diá, Berlin
7,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-582-5
ISBN mobi: 978-3-86034-682-2
eBook.de (Epub ohne DRM)
Amazon (AZW/Mobi ohne DRM)

Auch als Printausgabe
ISBN 978-3-86034-413-2
Bestellen bei Kohlibri
18,00 €

Boves Protagonisten sind nicht selten einsame Menschen, die an einem kritischen Punkt ihres Lebens angelangt sind und nicht mehr weiterkommen. Ein meist geringfügiger Anlass treibt sie in Verzweiflung, meist scheitern die Versuche, das Problem zu lösen. Schicksalsergeben lassen sie sich auf das ein, was sie umtreibt, ungläubig manchmal, hadernd mit ihren Vorstellungen von einem anderen, schöneren Leben, das wieder einmal nur in der Vorstellung Bestand haben durfte. Diese Vorstellungen werden jedoch nicht denunziert, auch nicht die übermäßige Sehnsucht, sie zu verwirklichen. Meist sind es Bagatellen, die den Helden in die Quere kommen – aber so, wie Bove sie darauf reagieren lässt, wird daraus eine Tragödie, der schließlich, auf vertrackte Weise, nicht mehr zu entkommen ist.
»Das Verbrechen einer Nacht« ist der erste Text, den Emmanuel Bove schrieb. 1923 bietet er ihn der Zeitschrift »Matin« an. Die verantwortliche Redakteurin Colette ist so begeistert, dass sie die Veröffentlichung seines ebenfalls gerade fertiggestellten Romans »Meine Freunde« vermittelt, der ihn 1924 berühmt machen wird.
Knapp 90 Jahre nach dem Erscheinen der Originalausgabe 1928 liegt nun erstmals eine deutschsprachige Ausgabe der sieben Erzählungen vor.

»Seine Figuren gehen noch heute durch die Straßen, nicht nur in den zwanziger Jahren. Es gibt eine Art von trister Ewigkeit, Leute, die in der Erwartung leben, die immer warten.« (Peter Handke am 25. Oktober 1990)

Der Übersetzer
Martin Zingg, 1951 geboren in Lausanne. Studium der Germanistik, der Neueren Geschichte und der Politischen Philosophie in Basel. 1982 bis 2006 gemeinsam mit Rudolf Bussmann Herausgeber und Redakteur der Literaturzeitschrift »Drehpunkt«. Lebt als Publizist, Autor und Übersetzer in Basel.
 

BoveFreundeMeine Freunde
[1924]
Aus dem Französischen von Peter Handke
Suhrkamp Verlag, Berlin
13,99 €
ISBN 978-3-518-74156-6
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In seinem Roman schildert Bove einen Abschnitt aus dem Leben des Victor Bâton, eines Kriegsinvaliden, der mit seiner niedrigen Rente im Paris der zwanziger Jahre lebt und sich nichts sehnsüchtiger wünscht, als einen Freund zu haben, um seiner Einsamkeit zu entrinnen. Die Versuche, die Bâton in dieser Richtung unternimmt, scheitern jedoch alle: Am Ende lebt er, nachdem ihm sein Dachzimmer gekündigt wurde, in einem heruntergekommenen Hotel.
 

BoveArmandArmand. Roman
[1925]
Aus dem Französischen von Peter Handke
Suhrkamp Verlag, Berlin
6,99 €
ISBN 978-3-518-74155-9
eBook.de (Epub ohne DRM)
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Armand erscheint zunächst als ein glücklicher Zwillingsbruder jenes Victor Bâton aus »Meine Freunde«, der vergeblich auf der Suche nach anderen Menschen war, mit denen er endlich glücklich sein könnte: Armand hat jemanden gefunden, eine Frau namens Jeanne, die ihn liebt und ihm sogar ein gewisses Wohlleben ermöglicht. Dann aber begegnet ihm eines Tages auf der Straße Lucien, ein Kumpan von früher, aus der Zeit der Armut und der Verlassenheit, und wenig später Marguerite, die Schwester Luciens, und es beginnt die Geschichte eines haarsträubenden Verhängnisses.
 

BoveBeconBécon-les-Bruyères. Eine Vorstadt
[1927]
Aus dem Französischen von Peter Handke
Suhrkamp Verlag, Berlin
5,99 €
ISBN 978-3-518-74157-3
eBook.de (Epub ohne DRM)
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1927, drei Jahre nach »Meine Freunde« und zwei Jahre nach »Armand« erschien Emmanuel Boves Schilderung des Pariser Vorortes Bécon-les-Bruyères – in der Beschreibung und Erfindung sich mischen. Dadurch erreicht Bove nicht nur die Vergegenwärtigung einer Vorstadt von Paris, sondern schafft ein Porträt der Vorstadt schlechthin. Dies gelingt ihm, wie Peter Handke bemerkt, dadurch, dass er den »Duktus der Geschichtsschreibung« nicht auf einen Helden, sondern auf einen Ort anwendet.
 

Bove-Verbundete-CoverDie Verbündeten. Roman
[1927, geschrieben 1927]
Aus dem Französischen von Thomas Laux
Edition diá, Berlin
7,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-706-5
ISBN mobi: 978-3-86034-806-2
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In »Die Verbündeten«, einem seiner Hauptwerke, das 1927 in Paris erschienen ist, porträtiert Emmanuel Bove seine Mutter und seinen Bruder Léon, die sich im Kampf gegen ihr Schicksal zusammengetan hatten.
Geld, eine wahre Obsession im Leben und Werk Emmanuel Boves, ist auch hier eines der wichtigsten Themen. Seine Beziehung zu Mutter und Bruder war lebenslang schwer davon belastet, dass die beiden ihn als ihren Ernährer betrachteten – ihn, den Schriftsteller, der selbst kaum über die Runden kam.
Radikal und schonungslos zeigt Bove seine Figuren in ihrer Unfähigkeit zu handeln, in ihrem ausweglosen Scheitern. Peter Handke, ein großer Bewunderer Emmanuel Boves, meinte zu »Die Verbündeten«: »Ich könnte so ein Buch nicht schreiben. Man bräuchte viel Mut dazu.«

»Bove-Leser haben eines gemeinsam: Sie werden süchtig, und je mehr sie lesen, nach desto mehr verlangen sie.« (Wolfgang Matz in Die Zeit vom 14. Dezember 2000)

Der Übersetzer
Thomas Laux, geboren 1955 in Düsseldorf. Studium der Germanistik und Romanistik, Staatsexamen, Promotion 1987 in Romanistik. Literaturkritiker und Übersetzer aus dem Französischen (u. a. Bove, Henri Thomas, Hervé Guibert, Jacques Chauviré).
 

BoveAftalionCoverAftalion, Alexandre. Erzählung
[1928, geschrieben 1926]
Aus dem Französischen von Ursula Dörrenbächer
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-576-4
ISBN mobi: 978-3-86034-676-1
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»Alexandre, ein vagabundierender Intellektueller, ist auf dem Weg von Osteuropa nach Paris. Überall wo er hinkommt, ergreift er Gelegenheiten, sein Ziel ehrgeiziger Pläne zu erreichen, Arzt, Beamter oder Gelehrter zu werden. In Paris nimmt er an gebildeten Diskussionen teil, lernt ein Mädchen kennen, beide finden zueinander, haben einen Sohn, dem Alexandre alle Segnungen eines besseren Lebens angedeihen lassen will. Ein inniges Vater-Sohn-Verhältnis bahnt sich an, aus dem sich die Mutter in schamhafter Unnahbarkeit entfernt. […]
Nicht die Geschichte selbst ist es, die interessiert, den Leser fesselt, ja tief bewegt: Es ist die Art und Weise, wie sie im Kontext von Boves Werk in ihrer poetischen Sprache auftaucht.« (Ludwig Harig in Die Zeit vom 13. April 1990)

»Wenn Sie niemals Emmanuel Bove gelesen haben – beginnen Sie mit ›Aftalion, Alexandre‹!« (Le Monde vom 12. März 1986)

Die Übersetzerin
Ursula Dörrenbächer wurde 1942 in Stettin geboren. Studium der Pädagogik in Heidelberg, der Politischen Wissenschaften, Soziologie, Philosophie und Religionswissenschaften in Berlin. Sie übersetzte u. a. »Saint Genet, Komödiant und Märtyrer« von Jean-Paul Sartre ins Deutsche. Ursula Dörrenbächer starb 2014 in Berlin.
 

BoveVaterCoverEin Vater und seine Tochter. Roman
[1928, geschrieben 1927]
Aus dem Französischen von Gabriela Zehnder
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-579-5
ISBN mobi: 978-3-86034-679-2
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Jean-Antoine About ist der wenig präsentable Held dieser großen kleinen Erzählung, und sein Name ist Programm: Er ist »à bout«, am Ende, fertig mit sich und der Welt. Oder zumindest fast; denn als eines Tages ein Telegramm seiner vor vielen Jahren verstoßenen Tochter Edmonde eintrifft, schöpft der verwahrloste alte Mann Hoffnung auf ein gemeinsames Leben, auf Liebe und Vergebung. Er lässt sein Leben Revue passieren: seine jungen Jahre, in denen er Außergewöhnliches zu vollbringen hoffte, seine Ehe mit der wesentlich jüngeren Marthe, seine Hingabe an sein einziges Kind, die Tochter Edmonde – eine Geschichte des Scheiterns.
Und dann kommt die Tochter zurück. Wiederum geht der Protagonist »à bout«, bis zum Äußersten.

»Emmanuel Bove ist längst kein Geheimtipp mehr. Wem es gelingt, dieses große Stück Literatur in die Hände zu bekommen, der wird es entdecken – empfinden – und sich verlieben.« (Julia Franck in tip)

Die Übersetzerin
Gabriela Zehnder, geboren 1955, ist freiberufliche literarische Übersetzerin aus dem Französischen und Italienischen und lebt in der italienischen Schweiz. Sie übersetzte Autoren wie Ignacio Ramonet, Jean-Luc Benoziglio, Muriel Barbery, René Laporte, Adrien Pasquali, Etienne Barilier, Giuliana Pelli Grandini, Corinna Bille u. a.
 

BoveMenschenCoverMenschen und Masken. Roman
[1928, geschrieben 1927]
Aus dem Französischen von Uli Aumüller
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-575-7
ISBN mobi: 978-3-86034-675-4
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Paris, Hotel Gallia, ein festlich geschmückter Saal. Einen triumphalen Einzug hat sich Andre Poitou, arrivierter Schuhfabrikant im Ruhestand, schon im Voraus in den glühendsten Farben ausgemalt: Hier soll ihm das Kreuz der Ehrenlegion verliehen werden, und hier will er vor allem einen Neuanfang in seinem Leben feiern. Schuhproduktion und Bienenfleiß hinter sich lassend, plant er nun, endlich seine »Jugend« zu genießen. Doch statt freudiger und stimmungsvoller Feierlichkeiten stehen schonungslose Entlarvung und Peinlichkeiten vom Feinsten auf dem Programm. Maske um Maske wird gelüftet. Mit virtuoser Konsequenz und Sprachgenauigkeit entlarvt Bove die trügerische Idylle einer Gesellschaft, die sich vornehmlich durch ihre Kleinheiten und Begehrlichkeiten definiert.

»Wenn der Satz gilt, dass in der poetischen Literatur vor allem die Struktur eines Werkes über sein Gelingen entscheidet, dann ist ›Menschen und Masken‹ auf meisterhafte Weise gelungen und ein nur vom Umfang her kleines Stück großer Literatur.« (Süddeutsche Zeitung)

Die Übersetzerin
Uli Aumüller lebt als Übersetzerin und Filmemacherin in Berlin. Aus dem Französischen übersetzte sie u.a. Werke von S. de Beauvoir, J.-P. Sartre, A. Camus, M. Kundera, aus dem Englischen S. Hustvedt und J. Eugenides.
 

BoveFluchtCover1Flucht. Erzählung
[1928]
Aus dem Französischen von Martin Hennig
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-570-2
ISBN mobi: 978-3-86034-670-9
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»Ein Hauch von Wahnsinn umgab sie. Ihre weitgeöffneten Augen glänzten. Ihre vernachlässigte Kleidung, die Flecken auf ihrem Rock, der Staub auf den Schuhen und ihre müden Gesichtszüge – all das vermochte ihre kindliche Frische und Unbekümmertheit gleichwohl nicht zu verbergen. Wenn sie sich auch als munteres Dämchen gab, so lag in ihrem glühenden Blick etwas Reines und Ungezähmtes …«
»Flucht« erschien im Oktober 1928 in einer Auflage von nur 300 Exemplaren, mit einer Originallithographie von Alexander Alexejew als Frontispiz. In seinem Vorwort zur Neuausgabe 1984 schrieb Raymound Cousse: »Die jugendliche Heldin ist von zu Hause ausgerissen. Mehrere Leute begeben sich auf die Suche. Zum einen sieht man die Erwachsenen, ihr Verhalten und ihre widerlichen Motive; zum anderen sind da die Arglosigkeit des Mädchens, seine Selbstsuche und erfundenen Geschichten, die so entwaffnend sind. Ein Kampf zwischen Plumpheit und Anmut.«

»Es sind immer die scheinbar unbedeutenden Ereignisse, die die Katastrophen auslösen.« (Emmanuel Bove)

Der Übersetzer
Martin Hennig, geboren 1951 in Basel, war Drehbuchautor, Regisseur und arbeitete als Dramaturg für verschiedene Fernsehsender. Er lebt heute als freier Autor und Dramaturg für Film und Theater in Zürich.
Zuletzt erschienene literarische Veröffentlichungen: »Teufel, Mestre und Madonna« (Novelle, 2016) und »Logans Party« (Roman, 2012), beide im Spiegelberg Verlag, Zürich.
 

BoveDinahCoverDinah. Roman
[1928, geschrieben 1928]
Aus dem Französischen von Michaela Ott
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub 978-3-86034-572-6
ISBN mobi 978-3-86034-580-1
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Ein vernünftiger Ehrgeiz hat den Architekten Jean Michelez veranlasst, sich als Bauunternehmer selbständig zu machen. Auch in seinem Gefühlsleben schließt er einen Kompromiss: Nachdem er lange Zeit auf das ideale Wesen gewartet hat und immer wieder enttäuscht wurde, zieht er nun jede beliebige Gesellschaft der Einsamkeit vor. Er lebt nach dem Grundsatz, nichts zu geben, ohne etwas zu erhalten – im Beruf wie in der Liebe. Mehr als ungelegen kommt ihm daher eine Bitte seiner Nachbarin Madame Auriol, die nach dem Tod ihres Mannes zurückgezogen und ärmlich in einem Gartenhaus lebt und sich ganz der Pflege ihrer kranken Tochter Dinah hingibt. Den Aufenthalt in der Schweiz, der nach Auskunft des Arztes das einzige Heilmittel für Dinah sein könnte, kann sich Madame Auriol nicht leisten, weshalb sie sich in ihrer Not an Michelez wendet. Dieser weigert sich zunächst, ihr zu helfen. Erst als es zu spät ist, gewinnt seine wahre Natur die Oberhand.

»›Dinah‹ entpuppt sich als literarisches Kleinod.« (Jürg Altwegg in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

Die Übersetzerin
Michaela Ott ist Professorin für Ästhetische Theorien an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a. poststrukturalistische Philosophie, Ästhetik und Politik sowie Ästhetik des Films. Zuletzt erschien (gemeinsam mit Hanne Loreck) »Ästhetiken der Wiederholung« (Hamburg 2014).
 

BoveNeuhartCoverDie Liebe des Pierre Neuhart. Roman
[1928, geschrieben 1928]
Aus dem Französischen von Thomas Laux
Edition diá, Berlin
5,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-702-7
ISBN mobi: 978-3-86034-802-4
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Pierre Neuhart, ein kleiner Unternehmer um die vierzig, der sich auf den Abbau von Steinbrüchen konzentriert hat, lernt auf einer Soiree die siebzehnjährige Schönheit Eliane kennen und verliebt sich rettungslos in sie. Bereits nach kurzer Zeit zieht sie zu ihm, nicht zuletzt um dem Zusammenleben mit ihrer Mutter zu entrinnen. Die falschen Vorstellungen, die sich der eine jeweils vom anderen macht, verkehren die Liebesgeschichte bald in eine Leidensgeschichte, zumal die Abhängigkeit Pierres von Eliane in dem Maße wächst, wie sie ihn abfällig behandelt, schikaniert und dominiert. Nach einer tragikomischen Eifersuchtsszene weist er sie aus seiner Wohnung; Eliane geht, offensichtlich ungerührt.
Doch nun ist Pierre Neuhart erst recht verloren: Eliane wird jetzt vollends zu seinem Lebensinhalt. Sie und ihre Liebe in grotesker Weise stilisierend, gerät er immer tiefer in Wahnvorstellungen und verkommt zusehends.
Nach einigen Jahren trifft er Eliane zufällig in einer elenden Kneipe wieder. Sie ist ebenfalls ziemlich abgerissen, eine gescheiterte Schauspielerin. Sie hat auch jetzt nicht das geringste Interesse für ihn.
Eine typische Bove-Geschichte, schlimm und faszinierend.

»Eine Synthese aller Elemente meines Werkes.« (Emmanuel Bove)

Der Übersetzer
Thomas Laux
 

BoveBegegnungCoverBegegnung und andere Erzählungen
[1929, 1930, 1939]
Aus dem Französischen von Thomas Laux
Edition diá, Berlin
7,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-707-2
ISBN mobi: 978-3-86034-807-9
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»Begegnung« ist die erste Komplettübersetzung der französischen Ausgabe, in der 1988, unter dem Titel »Monsieur Thorpe«, gesammelte Erzählungen Boves aus verschiedenen Schaffensphasen und aus dem Nachlass veröffentlicht wurden. Und auch in diesen Geschichten bewährt sich Bove als glänzender Psychologe, der mit einem ganz eigenen Humor Verschränkungen und Widersprüche freilegt. Dabei begegnet man überwiegend jungen Männern, die glauben, souverän zu handeln, sich dann aber in geradezu grotesker Weise in den Fallstricken des eigenen Begehrens verheddern. Die Begegnungen mit dem weiblichen Geschlecht zeitigen ein denkwürdiges Kuriosum: das gekonnte Sichhineinversetzen in das Denken des Gegenübers verschafft keinerlei Vorteil. Im Gegenteil: Die vermeintliche Gabe wird zum größten Hindernis …

Die 24 Erzählungen, 16 von ihnen bisher unübersetzt, zeigen erneut Emmanuel Boves berühmte Beobachtungsgabe und seinen »Sinn für das berührende Detail«, wie Samuel Beckett es nannte.

»Im Kleid einer geradezu lapidaren Sprache erschließt sich der hochpoetische Kosmos eines Klassikers der Moderne.« (Ingeborg Waldinger in der Neuen Zürcher Zeitung vom 5. März 2013)

Der Übersetzer
Thomas Laux
 

BoveJournalCoverJournal – geschrieben im Winter. Roman
[1931]
Aus dem Französischen von Gabriela Zehnder
Edition diá, Berlin
7,99 €
ISBN epub: 978-3-86034-577-1
ISBN mobi: 978-3-86034-677-8
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In tagebuchartigen Einträgen notiert der Erzähler seine Sticheleien gegen seine Frau Madeleine, um mit fast wissenschaftlicher Genauigkeit deren und seine eigenen Reaktionen zu untersuchen. Dabei werden die tiefen Abgründe dieser Beziehung eindringlich aufgedeckt. Die drastischen Selbstversuche und Reflexionen kehren sich jedoch unvermittelt gegen den Protokollanten selbst und führen zum Auseinanderbrechen der Beziehung.

»Die Ehe als kriegerisches Schauspiel. Emmanuel Bove […] ist ein Meister der Schlachtbeschreibung.« (Manuela Reichart in der Berliner Zeitung vom 9. Januar 1999)

Die Übersetzerin
Gabriela Zehnder
 

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